Permalink

off

Beitrag von:
Geschrieben am: 06/08/2018

Vertikales Wandern

Auf den Klettersteigen werden Wände durchstiegen oder Gipfel erreicht, die für den normalen Wanderer unerreichbar bleiben. Man steigt empor, durchklettert anspruchsvolle Passagen und hängt immer am Seil gesichert. Klettersteige sind ein faszinierendes Erlebnis.

Das „Klettersteig-Gehen“ erlebt eine Wiedergeburt. Es ist eine andere Art des Bergsteigens, das durchwegs als eine gesteigerte Art des Wanderns bezeichnet werden darf und nicht mit dem klassischen Klettern verwechselt werden darf. Einer der Gründe für den Zustrom des „Klettersteig-Gehens“ ist das faszinierende Zusammenspiel von Action und Sicherheit, sowie der Anspruch auch scheinbar unüberwindbare Felspassagen mit künstlichen Steighilfen zu begehen.

Klettersteige, oder „Vie ferrate“, sind Kletterrouten, die durch die Anbringung von fest installierten Drahtseilen und künstlichen Haltepunkten und Steighilfen auch für „Nicht-Kletterer“ begehbar sind.


Allerdings sollten man den Anspruch der Klettersteige nicht unterschätzen und eine gute Ausrüstung ist ein absolutes Muss auch auf einfachen „Eisenwegen“. Nur wer mit Helm, Klettergurt und Klettersteigset ausgerüstet ist, kann sicher klettern und erlebt am Klettersteig eine starke Beziehung zum Berg und zur eigenen Grenzerfahrung. Sich selbst einzuschätzen und dabei manchmal ein bisschen über sich hinauszuwachsen, gehört zum Bergerlebnis ebenso dazu wie traumhafte Blick vom Gipfel ins Tal.

Mit einer gewissen Grundfitness erzielt man am Klettersteig relativ rasch Erfolge. Die ersten drei Schwierigkeitsgrade bis C schaffen trainierte und schwindelfreie Bergwanderer nach ziemlich kurzer Zeit. Bei einem „Sportklettersteig“ mit Schwierigkeitsgrad „D“ sollte man schon Erfahrung im steilen Fels mitbringen.

Einen wahren „Boom“ erlebten die Klettersteige in Mitte der 70er und in den 80er Jahren. Entstanden sind sie allerdings viel früher. Gerade in den Dolomiten wurden die meisten „Vie ferrate“ im 1. Weltkrieg aus rein militärischen Gründen errichtet. Es wurden Tunnels in den Fels getrieben und Stellungen in der Gebirgsfront eingerichtet. Typische Vertreter dieser Klettersteige sind der Alpinisteig, jene auf den Paternkofel oder auf den Toblinger Knoten.

Heute werden immer mehr neue Klettersteige aus touristischen Gründen erstellt oder saniert. Nennenswert ist dabei der „Heini-Holzer-Klettersteig“ auf den kleinen Ifinger oder der Sportklettersteig „Hoachwool“ in Naturns. Viele Steige sind von der Schwierigkeit her auf Familien oder junge Erwachsene ausgelegt. Empfehlenswert ist dabei der Klettersteig „Knott“ in Unterstell bei Naturns oder einige schöne „Vie Ferrate“ im Gardaseegebiet.

Beachten sollte man beim Kauf der Klettersteigausrüstung die neue Klettersteignorm, die seit April 2017 gilt. Bislang waren Bandfalldämpfer nicht für leichte Personen oder Kinder ausgelegt, auch schwere Personen (80 – 100 kg) sind im wahrsten Sinne des Wortes „aus der Norm gefallen“. Dies hat sich nun maßgeblich geändert. Unsere Mitarbeiter werden Dich bei der Auswahl der richtigen Ausrüstung fachkundig beraten.

Tolle Klettersteigsets bekommst Du hier.

Und hier einige Bekleidungsstücke, welche nützlich sein könnten:

 

 

 

Patagonia Nine Trails Shirt Woman
Ideal für sportliche Aktivitäten.

 

 

 

 

Marmot Windridge Shirt
Rasch trocknendes Funktionsshirt

 

 

 

 

 

Karpos Wall Pro Jacket
Der ideale Allround-Wetterschutz

 

 

 

 

 

Marmot Pillar Pant Woman
Robuste Softshellhose für Hochtouren

 

 

 

 

 

Autor: Peter Righi

Publizist und erfahrener Touristiker, Landschaftsentdecker und leidenschaftlicher Südtirol-Kenner, der wissbegierig ständig auf der Suche nach Neuem ist. Seit mehr als 30 Jahren besteigt er bekannte und weniger prominente Gipfel der Ostalpen und ist liebt das Abenteuer in den schönsten Naturlandschaften der Erde. Rege Publikationstätigkeit für renommierte Verlage und Journale. Er ist in seiner Heimatstadt Bozen als Journalist tätig.