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Geschrieben am: 22/05/2018

Trailrunning – im Laufschritt bergwärts

In kurzen Schritten durch Wiesen, Wald und über Berge zu laufen, ist mehr als Joggen und hat einen neuen Namen: Trailrunning.

Bringen wir es auf den Punkt: Trailrunning ist extremes Joggen oder wie der Zehnkampf für Laufsportler.
Aber Trailrunning kann man nicht mit Joggen gleichsetzen. Es ist, als ob man Freeriding mit Pistenskifahren oder Felsklettern mit Hallenklettern vergleicht. Trailrunning ist unberechenbarer, abenteuerlicher, technischer.
Es kann sein, dass man eine gewisse Zeit tatsächlich wie beim Joggen unterwegs ist, weil es ein Stück bequem auf einer flachen Forststraße dahin geht. Dann, auf einmal, werden die Wege schmal, ausgesetzt, steinig, mit Stufen und Wurzeln gespickt. Erbarmungslos führen Strecken über Geröllfelder, mal bergauf dann wieder bergab. Es gibt Pfützen, Wurzeln, Steine. Mal ist man langsamer unterwegs, mal schneller.
Ein Trail-Lauf ist, wie es der Name sagt, ein Geländelauf auf Wegen, Pfaden und alpinen Steigen. Trailrunning geht fließend in das „Crossrunning“ über, bei dem man im Gelände viele natürliche Hindernisse überwinden muss.

Das Entscheidende ist die Technik.
Trail-Running fordert den ganzen Körper und fördert die Kraftausdauer, die Trittsicherheit, Laufdynamik und vor allem die Koordination.

Bergauf werden die Schritte kürzer, die Schrittfrequenz höher, die Armarbeit intensiver. Den Oberkörper bringt man dabei etwas nach vorne und auf dem Vorfuß laufen. Dabei nutzt man die Federkraft der Wadenmuskulatur. Mit kurzen, schnellen Schritten weicht man den Hindernissen leichter aus. Man sollte auch nicht auf die Füße schauen, sondern einige Meter voraus. Wenn es sehr steil wird, sollte man vom Laufschritt in den Gehschritt wechseln.

Beim Bergab-Laufen sollte man auf den Körperschwerpunkt achten und das Tempo drosseln. Man sollte immer in kurzen Schritten laufen und versuchen weich in den Knien zu bleiben. Dabei die Ferse nicht zu stark aufsetzen, da die Belastung auf die Gelenke erheblich ist und sich die Gefahr des Umknickens erhöht.

Kurzweiliges Training
Der Anfang ist kein Honigschlecken: Kreislauf, Muskulatur und Konzentration sind beim Laufen im Gelände viel stärker gefordert als beim „normalen Joggen“. Der Körper muss sich an die neue Belastung anpassen. Von den gewohnten Denkmustern sollte man auch Abschied nehmen: Distanz und Geschwindigkeit sind im Gelände nicht aussagekräftig. Viel mehr sollte man auf die Herzfrequenz, Höhenmeter und die Belastungszeit achten.

Die vier Arten des Trailrunning
Man kann das Trailrunning in vier Typen unterteilen. Diese unterscheiden sich vor allem durch die Art des Geländes, die Intensität und die Geschwindigkeit

Cross Running – das Trailrunning von der Haustür zum Weg im Gelände.
Ab der Haustür beginnt das beliebte Cross Running und es stellt für viele eine Alternative zum Asphaltalltag dar. Oft als Synonym für die gesamte Sportart verwendet, ist Cross Running allerdings nur eine der vier Arten. Weil der natürliche Untergrund üblicherweise nicht umgehend verfügbar ist, legen die Cross Runner oft ein paar Kilometer auf Asphalt zurück, bevor sie auf die unbefestigte Strecke abbiegen. Deshalb ist es sinnvoll, eine Ausrüstung zu wählen, die sowohl auf Beton als auch in der Wildnis funktioniert.

Cross Adventure – das Trailrunning im alpinen Gelände
Cross-Adventure-Läufer bahnen sich ihre Route meist durch alpines Gelände. Natürliche Hindernisse, Steigung und Gefälle und die unbefestigten Wege sind die größten Herausforderungen und sorgen auch immer wieder für Überraschungsmomente. Zu stark gedämpfte Schuhe sind beim Cross Adventure nicht ideal, da die abgewandelte Kraftübertragung nicht punktgenau eingesetzt werden kann. Wesentlich ist eine starke Profilsohle und erhöhte Stabilität am Schaft. Die Kleidung deckt im Optimalfall alle Körperstellen ab, um Abschürfungen zu vermeiden.

Cross Trail – Trailrunning in seiner ursprünglichsten Form folgt den gepflegten Wegen.
Beton- oder Asphaltstrecken werden vermieden und man folgt schwierigerem Gelände. Deshalb ist das Cross Trail die ursprünglichste Form des Trailrunnings. Cross Trail ist die perfekte Mischung zwischen Cross Runing (wenig Natur) und Cross Adventure (viel Risiko). Da man beim Cross-Trail präparierten Wege folgt, bietet sich diese Art für jedermann an. Die Stabilität der Schuhe sollte ebenso wie die Dämpfung und das Profil ein gelungener Kompromiss sein. Wie beim Cross Running bekleidet man sich mit leichtem und atmungsaktiven Material.

Cross Speed – Trailrunning als Wettkampfsport
Die Athleten versuchen beim Cross-Speed auf jedem Gelände, schnellstmöglich das Ziel zu erreichen. Durch die hohe Geschwindigkeit fehlt die Zeit, den sichersten Schritt zu wählen. Ein feuchter Boden ist bei dieser Art des Trail Runnings die größte Gefahrenquelle. Cross Speed erfordert Erfahrung sowie Übung und ist daher geübten Trail Runnern zu empfehlen
Die Kleidung ist leicht und atmungsaktiv.

 

Kompakt ausgerüstet
An gut passenden Trailschuhen führt kein Weg vorbei. Man erkennt sie am flachen Aufbau, einer griffigen Außensohle und einem stabilen Fersenbereich. Aufgepasst: Den ultimativen Schuh für jeden Fuß und jedes Terrain gibt es nicht. Gerade deshalb ist die Beratung vom Fachhändler besonders wichtig.
Im Gebirge gehören mindestens Handy, Wasser, Energiegels/-riegel, Regenjacke, Rettungsdecke und Stirnlampe in den Laufrucksack. Bei langen Anstiegen sind (Falt-)Stöcke ein gutes Hilfsmittel, um die Armkraft zu nutzen und die Beine zu entlasten. GPS-Uhren mit Navigationsfunktion und Höhenmesser helfen bei der Orientierung.

Der Weg ist das Ziel.
Die Wegzeitangaben auf Wanderschildern sollte man auch als TrailrunnerIn einschätzen können: Je nach Terrain und Trainingszustand benötigt man zwischen einem und zwei Drittel der Wegzeit für Wanderer. Aber auch als Trailrunner sollte man sich die Zeit für ein Foto oder eine Gipfelrast gönnen.

 

Tamara Lunger bei der Horn Attacke

 

Trailrunning-Touren in Südtirol:
Hier der Link:
https://www.outdooractive.com/de/touren/#area=3575545&cat=Trailrunning&istm=1&view=map&wt=S%C3%BCdtirol&zc=10,11.10237,46.607

Trailrunning Events in Südtirol: Laufkalender (download)
http://www.s-brugger.com/macki-nacki/pdf/MackiNacki-Laufkalender-2018.pdf

 

 

 

 

Outfit:

 

Marmot Air Lite Jacket für Damen & Herren
Dieses Teil hat echt das Zeug dazu, Dein nächstes Lieblingsteil zu werden – die Air Lite Jacket ist eine ultraleichte, funktionelle und bequeme Windjacke. Durch die hohe Dampfdurchlässigkeit und die wind- bzw. wasserabweisenden Eigenschaften eignet sich die Jacke hervorragend für anstrengende Aktivitäten wie Trail Running, Speed Hiking, Biken, Klettern aber auch als Alltagsjacke.

 

 

Dynafit Alpine Shorts Woman
Funktionelle und komfortable Damenshorts.
Für gemütliche Jogging Touren oder anspruchsvolle Bergläufe – die Alpine Laufshorts für Damen von Dynafit sind funktionelle und komfortabel. Der lässige Schnitt gewährt maximale Bewegungsfreiheit und eine gute Belüftung.

 

 

 

 

Dynafit Alpine Pro 2in1 Shorts
Hier wird jeder Lauf zu einem wahren Erlebnis. Das leichte Gewebe trocknet rasch und ist hoch dampfdurchlässig. Micro Perforierungen garantieren ein angenehmes Tragegefühl, selbst bei längere Strecken. Reflektierende Elemente erhöhen die Sichtbarkeit bei Dämmerung und Dunkelheit.

 

 

 

 

Trailrunning-Rucksack

 

Dynafit Enduro 12
Dieser ergonomische Rucksack fürs Trailrunning und Ultra-Distance Läufe wurde in Zusammenarbeit mit den besten Athleten entwickelt. Durch den anatomischen Schnitt passt sich dieser Rucksack ideal den Bewegungen des Körpers an, ohne dabei störend zu sein.

 

 

 

 

Schuhe

 

 

Millet Light Rush Woman
Für Schnelle Auf- und Abstiege – der Light Rush Woman ist eine der vielen Produktneuheiten von Millet. Extrem leicht durch seine einzigartige Matryx Nylon – Kevlar Außenschicht beeindruckt der Trailrunningschuh für Damen auch mit einer guten Atmungsaktivität, sowie mit der Fähigkeit sehr schnell zu trocknen.

 

 

Scarpa Spin RS8
Der Scarpa Spin RS8 ist ein superleichter Trailrunning-Schuh mit einer guten Dämpfung und 8mm Sprengung für mittlere und lange Läufe. Dieser Schuh verbindet bewährten Eigenschaften vom Modell Scarpa Spin und kombiniert diese mit Neuheiten wie der Vibram LiteBase-Technologie, Sock-Fit LW, und Vibram Megagrip.

 

 

 

Stöcke

 

 

Black Diamond Distance Carbon Z
Das ultimative Leichtgewicht. Innovativer und idealer Wanderstock für Tagestouren, Ausdauerläufe oder Backpacker geeignet. Das Design des Z-Pole besteht aus drei zusammenfaltbaren Sektionen, einer beschichteten Schnur im Stockinneren und einer Entriegelung – damit ist ein schnelles Auf- und Abbauen garantiert.