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Geschrieben am: 18/02/2019

Mehr als nur ein Training: Mit Tourenskiern auf Pisten unterwegs

Das Skitourengehen ist eine Bergsportdisziplin, die gerade in den letzten Jahren großen Zulauf erfahren hat. Diese Beliebtheit verdankt dieser Sport vor allem seiner Vielseitigkeit. Zudem suchen immer mehr Menschen das individuelle Erlebnis in der Natur und im Schnee – auch auf der präparierten Piste.

In den vergangenen Jahren hat sich auch das Pistentourengehen als Konditionstraining, sowie zur Vorbereitung auf das freie alpine Gelände bewährt. Sinnvoll ist das „Pisten-Tourengehen“ für Skitouren-Einsteiger, denn bei Pistenskitouren-GeherInnen müssen sich nicht mit Lawinen auskennen und die Abfahrt erfolgt auf einer präparierten Piste. Aber auch wenn der Schnee zu Saisonsbeginn auf sich warten lässt, wie es immer häufiger der Fall ist, ziehen die SkibergsteigerInnen in die Skigebiete und steigen zu Bergstationen und Skihütten. Zur Freude der Hüttenwirte, denn an manchen Abenden geben sich die Skipisten-Bergsteiger in den Gaststuben ein Stelldichein. Die Liftbetreiber sind allerdings weniger glücklich, schließlich wollen sie die Pisten für den nächsten Tag präparieren, da sind in der Dunkelheit abfahrende Tourengeher ein großes Risiko. Moderne Pistenpräparierungstechniken mit Seilwinden und Beschneiungsanlagen bergen andererseits Gefahren für die abfahrenden Pistentourengeher.

 

In den letzten Jahren hat sich allerdings viel geändert und nach der Verweigerungshaltung der frühen Jahre sind aber viele Skigebiete dazu übergegangen, speziell für Skitourengeher Regelungen zu erlassen. Diese Regelungen betreffen meist die Aufstiegsmöglichkeiten am Abend, aber in einigen Gebieten gibt es eigens ausgewiesene Aufstiegswege, die auch tagsüber genutzt werden können.

In den großen Skigebieten hingegen, in denen die Pistenfahrzeuge gerade in den Nachtstunden im Dauereinsatz sind, ist der Aufstieg auf der Piste (oder eine nächtliche Abfahrt) grundsätzlich nicht erlaubt. Jede/r SkitourengeherIn sollte also wissen, dass im Falle eines Unfalls die rechtlichen Konsequenzen schwerwiegend sein können.

Aber es gibt glücklicherweise viele Gebiete, die SkitourengeherInnen nicht nur dulden, sondern herzlich willkommen heißen. Somit steht den „Nachtaktiven“ für das abendliche Training und den zünftigen Hüttenspaß nichts entgegen. Der Alpenverein Südtirol (AVS) hat auf seiner Website die verschiedenen abendlichen Aufstiegsmöglichkeiten aufgelistet. Eine praktische Orientierungshilfe für alle, die dieses Angebot nutzen möchten.
Wer mit den Tourenskiern auf die Piste will, tut gut daran, diese Liste aufmerksam durchzugehen. Nach den ausreichenden Schneefällen und sicherer Schneelage, werden die meisten Skitourengeher wieder dort unterwegs sein, wo es am schönsten ist, in den Bergen – im freien Skiraum.

 

Links zu den Pistenskitouren in Südtirol
Der Alpenverein Südtirol, AVS, hat die Öffnungszeiten und die Regelung für die Benutzung der Pisten für TourengeherInnen in den einzelnen Skigebieten während und außerhalb des Skibetriebes zusammengetragen.

Regelung während des Skibetriebs
Übersicht der Skigebiete mit Pistentouren-Möglichkeiten bzw. alternative Aufstiege am Tag, während des Skibetriebs. Grundsätzlich ist in Südtirol der Aufstieg mit angeschnallten Skiern während des Skibetriebes und nach Pistenschluss nicht erlaubt.
Außnahmen bilden jene Skigebiete, die durch spezielle Regelungen das Pistentouren ermöglichen. Dabei hat jedes Gebiet seine speziellen Angebote für Pistentourengeher. Es gibt keine einheitlichen Regelungen unde einige Aufstiege sind nur bei genügend Naturschnee möglich!

Abendregelung
Übersicht der Pistentouren bzw. alternative Aufstiege am Abend, nach Skibetrieb: Jedes Gebiet hat seine speziellen Angebote für Pistentourengeher. Es gibt keine einheitlichen Regelungen und einige Aufstiege sind nur bei genügend Naturschnee möglich!