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Geschrieben am: 03/12/2018

10 Tipps, damit die erste Skitour der Saison gelingt

Bevor man die erste heißersehnte Skitour unternimmt, sollte man sich diese 10 Tipps zu Herzen nehmen. Im Spätherbst können wir es kaum erwarten endlich wieder die Felle aufzuspannen, in lockerem Rhythmus loszuziehen und die ersten Schwünge im Tiefschnee zu wagen. Bewahrt Ruhe und lasst keinen Saisonstress aufkommen!

Vorbildliche Skitourengeher haben ihre Ausrüstung bereits am Ende der letzten Saison gepflegt, so dass sie für die erste Skitour parat liegt. Die Skier hat man mit Universalwachs behandelt, die Steigfelle wurden gereinigt und über den Sommer kühl gelagert, auch die Bindung hat man bereits gewartet. Die Batterien hat man aus dem LVS-Gerät entfernt und die Teleskopstöcke gepflegt, dass sie leichter gleiten und verlässlich halten.

Endlich ist es soweit! Der erste Schneefall die Berge mit ausreichend Neuschnee bedeckt. Hinaus in die Garage oder hinunter in den Keller, Ski, Steigfelle und Stöcke holen und ins Auto packen. Die übliche Ausrüstung in den Rucksack stopfen und zum Treffpunkt eilen, denn Tourenpartner warten nicht gerne auf Morgenmuffel.

Tipp 1: Den Rucksack bereits am Vorabend packen.
Wenn man den Rucksack am Abend vor der Tour packt, kann man gut überlegt entscheiden, was man hineinpackt.
Erfahrene Tourenfreaks kennen das Geheimnis: Je größer der Rucksack, desto mehr nimmt man mit. Deshalb sollte man für die Tagesskitour einen kleinen Rucksack wählen.

Tipp 2: Skitour im freien Gelände oder doch eine Pistenskitour zum Anfang?
Online stehen jede Menge Tourentipps und Informationen zur Verfügung: Allerdings sollte man diese Informationen stets hinterfragen und nach eigenem Ermessen bewerten.
Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt als erste Skitour eine Pistenskitour. Pistenskitouren haben im Wesentlichen zwei große Vorteile gegenüber Touren im freien Gelände: Sie sind vergleichsweise weniger Gefahren ausgesetzt und gewährleisten Touren auch bei wenig Schnee. Vorsicht, denn „Pisten sind für Liftbenützer gebaut“. Tourengeher sollten die Regeln des jeweiligen Skigebietes kennen.

Tipp 3: Halten die Felle?
Man sollte unbedingt checken, ob der Fellkleber noch hält. Klebt das Fell nicht und man befindet man sich bereits auf der Tour, kann man es mit Kabelbinder oder Skistraps fixiert werden. Gleich nach der Tour soll man unbedingt eine neue Kleberschicht anbringen lassen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, nimmt gleich ein Reserve-Fell mit auf Tour, denn nichts ist schlimmer, als kurz nach dem Tourenstart gleich wieder umkehren zu müssen.

Tipp 4: Habe ich die Standard-Notfallausrüstung mit?
Auch im Frühwinter kann es schon zu Lawinenabgängen kommen. Das LVS-Gerät gehört zur Standard-Notfallausrüstung, ebenso wie Schaufel, Sonde und Erste Hilfe-Set. Ein Biwaksack, eine Stirnlampe, sowie das Mobiltelefon sollten auch nicht fehlen.
Der Check der Notfallausrüstung dauert keine fünf Minuten.

 

Tipp 5: Vorsicht auf die Frühwinter-Gefahren!
Wenig Schnee, kaum eine Schneeunterlage und vereinzelt herausstehende Steine auf den Hängen und in den Engstellen. Das sind die Dinge, auf die man im Frühwinter achten muss. Auch an die Kälte muss man sich langsam wieder gewöhnen. Helm/Mütze, Handschuhe, Gilet und heißen Tee sollte man daher unbedingt im Rucksack mitführen. Gerade mit Wind kann es im Schatten schnell frostig werden.

Tipp 6: Lawinenlagebericht ausdrucken.
Vor der ersten Tour hat man sich bereits Gedanken über das Tourenziel gemacht und den aktuellen Lawinenbericht ausgedruckt. Vorsicht: Auch nach den ersten geringen Schneefällen lagert sich in Windschattenhängen (Lee-Hängen) durch Windverfrachtungen viel Schnee ab, der meist nicht verfestigt ist. Ein Ausdruck des aktuellen Lawinenlageberichtes kann mit den Tourenteilnehmern gemeinsam besprochen werden und ist eine nützliche Entscheidungshilfe für die Tourenwahl.

Tipp 7: LVS-Geräte checken
Das Lawinenverschütteten-Gerät (LVS-Gerät) wird in der ersten Aufregung meist nur eingesteckt, nicht aber geprüft. Am Saisonsende wurden die Batterien vermutlich entfernt, nun ist es an der Zeit, neue einzusetzen. Wer ein Reserve-Gerät besitzt, sollte es mitnehmen, denn gerade bei der ersten Skitour gibt es immer jemanden, der das LVS-Gerät zu Hause vergessen hat.

LVS-Geräte sind dazu da, im Falle des Falles Leben zu retten. Daher liegt es in jedermanns Interesse, dass auch wirklich alle Geräte der beteiligten Tourenpartner funktionieren. Gerade vor der ersten Skitour der Saison ist ein ausführlicher LVS-Check sinnvoll. Zudem ist der Check ein nützliches Training für den Notfall.

Tipp 8: Wachs gegen Schneestollen.
Wenn der Schnee an den Fellen klebt und sich Stollen bilden, kann die Skitour schnell zur „Tor-tour“ werden. Das beste Mittel ist Flüssig- oder Hartwachs: Im Aufstieg werden die Kanten und Fell, bei der Abfahrt der komplette Belag damit behandelt. Falls der Schnee auch am Belag kleben sollte: Ein Skiservice bewirkt Wunder und steigert das Fahrvergnügen.

Tipp 9: Iss‘ was g‘scheids!
Genügend Verpflegung und heiße Getränke mitnehmen. Immer wieder ist man überrascht, wie anstrengend die erste Skitour trotz allgemeiner Grundkondition ist. Ausreichend Flüssigkeit und energiereiche Nahrung sollten immer mitgeführt werden, aber gerade bei der ersten Tour freut man sich besonders über den Energiekick durch gute Verpflegung.

Tipp 10: Ausreichend Zeit einplanen.
Gerade auf der ersten Skitour der Saison braucht es für alles etwas länger. Vielleicht verliert man bei der Anfahrt oder beim Materialcheck schon etwas Zeit und der schöne Steigrhythmus will sich nicht richtig einpendeln. Die Routine muss erst wieder einkehren. Zudem sind die Tage im Dezember besonders kurz. Mit etwas eingeplanter Reserve sollte die Tour bis spätestens 16.00 Uhr beendet sein.